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Moische Silberstein geht in New York spazieren. Er kommt an einer Eisdiele vorbei. "Prima Speiseeis, das beste in Amerika!" preist ein Schild. "Erdbeer, Him-beer, Nuß, alles was Sie wünschen." Und darunter steht in genauso großer Schrift: "Juden Zutritt verboten. Der Besitzer: Ephraim Goldstein." Wütend geht Moische in die Eisdiele. "Hören Sie", sagt er. "Sind Sie der Besitzer?" "Ja." "Heißen Sie Ephraim Goldstein?" "Ja." "So!" triumphiert Moische. "Nun können Sie mir sagen, warum Sie sind Antisemit und schreiben >Juden Zutritt verboten
Moische geht über die Straße, auf der Bauarbeiten verrichtet werden. In der Mitte der Straße ist ein tiefes Loch. Fünf Meter tief. Er schaut hinein - und sieht Kohn unten sitzen. "Kohn!" ruft er. "Kohn, was machst du da? Bist du reingefallen?" "Nuna", erwidert Kohn. "Werd ich hier wohnen?"
Eine Jüdin kommt in den Himmel und wird der Mutter Maria vorgestellt. "Ach", sagt die Jüdin. "Die Maria, die von den Christen so verehrt wird? Es muß ein schönes Gefühl sein, so einen berühmten Sohn zu haben." "Ja", sagt Maria. "Aber eigentlich haben Josef und ich uns immer gewünscht, daß er Arzt wird."
Ein Jude kommt in ein koscheres Restaurant in New York. Sofort eilen zwei chinesische Kellner auf ihn zu, sprechen ihn in perfektem Hebräisch an. Der Jude ist erstaunt. Er läßt den Geschäftsführer kommen. "Wie kommt denn das", sagt er mit einem Seitenblick auf die Chinesen, "daß die unsere Heimatsprache sprechen?" "Psst!" flüstert der Geschäftsführer. "Möchten Sie bitte ruhig sein! Es sind Einwanderer aus Hongkong, die glauben, sie lernen bei mir Englisch."
Moische und Kohn sind auf einer Ausstellung surrealistischer Künste. "Na", sagt Moische vor einem Bild, von dem er nicht ganz weiß, was es ist. "Wird sicher sein ein Portrait." "Du hast keine Ahnung von Kunst", sagt Kohn. "Ist eine Landschaft." "Glaub ich nicht, ist Portrait", sagt Moische. Da beugt sich Kohn nieder und liest die Inschrift: "Tulpenfeld in einer niederländischen Landschaft." "Siehst du!" sagt Moische triumphierend. "Doch ein Portrait."
Ein Rabbi und ein katholischer Priester unterhalten Sich. "Wissen Sie", sagt der katholische Priester spitz. "Ich hab diese Nacht geträumt, ich wäre im Paradies der Juden: "Überall Müllhaufen und voll von nach Knoblauch stinkenden Menschen. Pfui Teufel noch einmal, wie es da zuging!" "Nuna", sagt der Rabbi. "Hören Sie, hat sich gut getroffen die ganze Sache! Hab ich diese Nacht geträumt vom christlichen Paradies. Und alles war schöner Rasen. Und da waren Rosen und Nelken und Bäume haben geblüht. Alles blitzsauber und ruhig." "Sehen Sie", triumphiert der katholische Geistliche. "Da können Sie doch nichts dagegen sagen?" "Nee, nebbich nicht", sagt der Rabbi. "Das einzige, was möcht' mich haben gestört: Kein Mensch war dort."
Herschel hat in Israel keine Arbeit bekommen und ist nach Amerika ausgewandert. Nach drei Monaten schreibt er stolz an seine Familie in Tel Aviv: "Ich bin hier dabei, für 30. Dollar am Tag eine katholische Kirche abzureißen. Ein wundervoller Jpb, der auch noch bezahlt wird! Bitte sagt es keinem weiter, ich würde es nämlich auch umsonst tun."
Ein evangelischer Pfarrer kommt in den Himmel. "So", sagt Petrus, "du hast dich auf Erden brav geschlagen, du warst immer recht eifrig, die Leute zur Religion zu bekehren, hier im Himmel darfst du einen Ford fahren." §tolz fährt der evangelische Pfarrer den Ford im Himmel spazieren. Nach geraumer Zeit trifft er einen katholischen Priester - auch in einem Ford. Während sie sich unterhalten, kommt ein Rabbi vorbei - in einem 450er Mercedes. "Soll der auf der Erde so gut gewesen sein, daß er mit so einem teuren Wagen im Himmel spazierenfahren darf?" fragt der evangelische Pfarrer erstaunt. Der Katholische schüttelt den Kopf. "Das hat nichts mit dem Lebenswandel zu tun", sagt er ganz ruhig. "Das ist Verwandschaft."
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